Alleine wandern – Selbstzweifel loswerden

Hast du schon einmal etwas alleine unternommen? Wandern, einen Ausflug, allein in die Disco? Letzteres habe ich vor einiger Zeit mal gemacht, aber einen Tagesausflug ganz allein war für mich auch Neuland!
Was hat das alles mit Selbstzweifeln zu tun und wie kann man sie so loswerden?

WARUM ALLEINE?

Ich glaube jeder hat gern mal seine Ruhe und sehnt sich nach der Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen, ohne sich nach jemanden richten zu müssen. Ein für mich viel wichtiger Grund für eine Unternehmung allein war jedoch, dass ich mal ganz auf mich selbst gestellt bin und meinen Gedanken freien Lauf lassen kann. Ich wollte nur mit mir selbst zu tun haben, ohne Verpflichtungen oder Absprache mit anderen. Einfach nur ich, mein Körper und meine Gedanken.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe es mit meiner Familie und Freunden unterwegs zu sein. Ich liebe den Urlaub mit meinem Mann und freue mich schon jetzt auf die nächste Möglichkeit, mit ihm wandern zu gehen und die Natur zu erkunden.
In den letzten Wochen hatte ich jedoch immer häufiger das Bedürfnis, einfach mal was für mich zu tun. Von vielen anderen Frauen habe ich gelesen, dass sie alleine wandern waren und einfach einen Ausflug gemacht haben. Einige waren sogar mehrere Tage oder Wochen allein unterwegs und berichteten durchweg positiv davon.
Doch ein paar Zweifel waren da noch…

“BIST DU DIR SICHER?”

Als ich meiner Oma davon erzählte, war sie nicht gerade begeistert. Natürlich machte sie sich Sorgen, denn solche Ideen kannte sie von mir nicht. “Alleine im Wald wandern? Bist du dir sicher?”, fragte sie mich. Ja, ich war mir sicher. Trotzdem kamen auch mir die Gedanken, ob das so eine gute Idee sei. Mal ehrlich, man macht sich einfach viel zu oft verrückt und lässt sich dann von anderen umso mehr verunsichern. Ich habe mir in den letzten Monaten immer mal wieder Dinge madig reden lassen und mich im Nachhinein ziemlich geärgert. Trotz aller Sorgen und Zweifeln habe ich beschlossen, es einfach mal zu versuchen. Genau weil ich sonst immer wieder Zweifel an mir selbst habe und diese damit vielleicht noch verstärke, habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen und eine kleine Tour geplant.

ALLEIN WANDERN

Die ersten Schritte auf dem Wanderweg waren mühselig und fühlten sich tatsächlich etwas komisch an. Es ging ziemlich steil bergauf und der leichte Nieselregen im Gesicht war nicht gerade motivierend. In meinem Kopf gab es eine leise, aber doch nervige Stimme, die mich immer noch etwas zweifeln ließ, ob das wirklich eine gute Idee war. Trotzdem wollte ich das jetzt durchziehen und mir selbst beweisen, dass ich das kann. Immerhin handelte es sich nur um eine 6km Wanderung, was sollte schon dabei sein?!
Als ich auf der Lichtung ankam, hörte es langsam auf zu regnen und die Wolken zogen wie düstere Gedanken einfach über mich hinweg, weit in die Ferne. Die Sonne ließ sich zwar den ganzen Tag lang nicht blicken, aber die Stimmung war nach dem Regen angenehm und alles schien unglaublich friedlich um mich herum. Der Weg führte mich vorbei an wundervollen Apfelplantagen und durch bunte Laubwälder. Obwohl es gerade erst Ende August war, sah es aus als wenn der Herbst bereits all seine Farbenpracht eingesetzt hat.

Meine erste große Pause machte ich auf einer urigen Bank aus alten Baumstämmen, von welcher aus ich übers Tal blicken konnte. Ich hatte den Impuls mein Handy aus der Tasche zu holen und hielt kurz Inne. Tausende Gedanken gingen mir durch den Kopf und ich beschloss, diese mal nicht durch Social Media, WhatsApp oder andere Ablenkungen zu unterbrechen. Nur ein Foto machte ich, um den Moment festzuhalten.

EINFACH TUN – FÜR DICH

Als ich am Ausgangspunkt zurück war, wäre ich gern noch weiter gelaufen. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich mich daran gewöhnt hatte, wirklich nur mit mir selbst zu sein. Doch es tat gut. Ich fühlte mich völlig frei und hab mich selbst und meine Gedanken viel bewusster wahrgenommen. Mir wurde einmal mehr klar, wie viele Möglichkeiten wir doch im Leben haben. Wir befinden uns in einer sehr komfortablen Position und vergessen dies manchmal. Wir können einfach rausgehen in die Natur, wir können frei entscheiden. Unsere Ängste, Sorgen, Zweifel sind nur Konstrukte in unserem Gehirn. Es sind Gedanken und Gefühle, die wir beeinflussen können. Es liegt in unserer Hand, etwas für uns zu tun.

Warst du schon mal alleine wandern oder hast einen Ausflug gemacht? Wie sind deine Erfahrungen damit? Oder nimmst du es dir schon länger vor und hast dich bisher nicht getraut? Oder diese ganze Sache allein etwas zu tun für dich völlig fremd und kommt nicht in Frage?
Ich bin gespannt! 🙂

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