Emotionales Essen und Fressanfälle stoppen

Wenn man sich mit dem Intuitiven Essen befasst oder sich mehr Gedanken um die Signale seines Körpers macht, dann wird einem auch bewusst, dass man manchmal ganz ohne ein Hungergefühl isst. Vielleicht hast du sogar schon öfter Fressanfälle gehabt und das Gefühl, nicht mehr aufhören zu können?
Es gibt verschiedene Gründe, die Essanfälle auslösen können, z.B. Nährstoffmangel oder emotionales Essen. Sicherlich hast du letzteren Begriff schon mal gehört.

Was bedeutet emotionales Essen eigentlich?

Einfach gesagt heißt es, dass man nicht aus Hunger oder anderen körperlichen Signalen isst, sondern aus Emotionen wie Stress, Angst, Wut oder Traurigkeit. Auch Einsamkeit, Unzufriedenheit und andere Sorgen können ein Auslöser sein. Besonders oft berichten Frauen von Essanfällen nach der Arbeit, da dann erst einmal der ganze Druck von einem abfällt. Typisches emotionales Essen tritt auch bei Liebeskummer oder anderen Sorgen auf, jedoch gibt es da auch Menschen, die plötzlich gar keinen Appetit mehr haben und aufhören zu essen.

Essen als Bewältigungsstrategie

Früher habe ich immer gedacht, wow, die Leute die nicht aus Frust essen, haben es gut. Mit den Jahren habe ich bemerkt, dass jeder seine eigenen Strategien entwickelt, um mit Stress, Sorgen und Traurigkeit umzugehen. Der eine hat gesündere, der andere weniger gesündere Bewältigungsstrategien gefunden. Manche machen unentwegt Sport oder verkriechen sich. Andere essen.

Früher war mir gar nicht bewusst, dass ich aus Traurigkeit zur Schokolade griff. Besonders in den Jahren als ich streng Kalorien gezählt habe und der Druck immer größer wurde, ist mir jedoch aufgefallen, dass ich nicht nur aus Hunger eine Menge an Süßigkeiten und anderen ungesunden Snacks in mich hineinfuttere. Trotzdem war Hunger und Nährstoffmangel da definitiv ein Thema. Wahrscheinlich kam damals vieles zusammen, sodass es für mich noch schwerer war, auf die Bedürfnisse meines Körpers zu hören.

Ursachen für Fressanfälle

Nährstoffmangel  – das wäre schon ein Grund, der vor allem oft bei langen und extremen Diäten auftritt. Viele Frauen stürzen sich Hals über Kopf in eine Diät um möglichst schnell abzunehmen. Oft vergessen sie dabei, wie wichtig eine bestimme Zufuhr von Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und co. sind. Ohne Beratung und professionelle Anleitung kann es dann schnell passieren, dass ein Mangel auftritt.

Gerade bei fettreduzierten Diäten fehlen schnell die wichtigen essentiellen Fettsäuren oder es wird allgemein viel zu wenig Energie zugeführt, sodass der Körper nach Nährstoffen ruft und es somit auch zu Essanfällen kommen kann. Beachte, wenn du abnehmen möchtest und deine Kalorienzufuhr anpasst, dass du eventuell Nahrungsergänzungsmittel nutzt, um deinen Nährstoffbedarf zu decken!
Viel häufiger ist jedoch das emotionale Essen der Grund für Essanfälle oder immer wiederkehrende Zwischenmahlzeiten, die oft mit zucker- und fetthaltigen Lebensmitteln gefüllt werden. Doch was genau ist da los in unserem Körper? Wieso greifen wir zum Essen, obwohl wir gar keinen Hunger haben und wie können wir das emotionale Essen stoppen?

Emotionales Essen – Ursachen und Lösungen

Die Ursachen liegen meistens viele Jahre zurück, teilweise sogar in der Kindheit. Die Kindheit spielt in unserem Leben gerade in Bezug auf erlernte Verhaltensweisen für die Bewältigung von negativen Gefühlen eine ganz große Rolle und wird oft unterschätzt. Gerne tun Leute es mit “Ach, die Kindheit wieder…” ab und wollen gar nicht weiter darüber nachdenken. Doch es lohnt sich, mal einen tieferen Blick zu nehmen und sich zu erinnern, wann man angefangen hat, zu essen ohne Hunger zu haben. Es müssen gar keine schwerwiegenden Erlebnisse sein, die uns zugestoßen sind. Manchmal reichen typische, immer wiederkehrende Sprüche der Eltern wie “Du musst abessen, sonst …” oder das obligatorische Stück Kuchen oder die Süßigkeit als Belohnung bei Oma.

Es kann viele verschiedene Gründe geben, die dazu führen, dass man sich mit Essen belohnen, beruhigen, bestrafen, ablenken oder aufmuntern will. Oft dienen Essanfälle nämlich genau diesem Sinn: eine Lücke zu füllen, die wir psychisch erleben, aber nicht schaffen anderweitig zu befriedigen. Obwohl viele sich nach Fressanfällen nicht besser, sondern sogar schlechter fühlen und genau wissen, dass es gerade nicht der richtige Weg war, schaffen sie es nicht, dieses Verhalten einfach abzustellen.

Zeit und Akzeptanz des Essverhaltens

Keine Sorge, es geht sehr vielen Frauen so und auch ich habe jahrelang Essanfälle gehabt, die vor allem in meiner extremen Diätzeit immer stärker wurden, sodass ich sogar heimlich gegessen habe. Ich möchte auch an dieser Stelle wieder ehrlich zu euch sein. Es benötigt alles Zeit, Geduld und vor allem ganz viel Hingabe.. Der erste Schritt ist, wahrzunehmen und zu erkennen, dass man ein Problem mit seinem Essverhalten hat. Dies sollte man akzeptieren und annehmen – denn genau jetzt ist der erste Schritt getan und du kannst an deinem Verhalten arbeiten.

Die Essanfälle einfach so zu stoppen und von einen Tag auf den anderen damit aufzuhören, habe ich auch nicht geschafft. Mehrere Monate hat es gedauert, bis es immer weniger geworden ist. Ich konnte während eines Essanfalls immer zeitiger stoppen und schaffte es, meine wirklichen Bedürfnisse zu hinterfragen. Auch die Häufigkeit wurde nach und nach weniger. Bitte mach dir klar, dass dein Essverhalten oft über viele Jahre eingewöhnt ist und dein Körper Zeit benötigt, um sich an neue Gewohnheiten und Glaubenssätze anzupassen. Das ist ganz normal!

Heute habe ich so gut wie keine klassischen Essanfälle mehr, bei denen ich eine ungewöhnlich hohe Masse an Lebensmitteln in kürzester Zeit esse. Trotzdem erwische ich mich manchmal noch dabei, wie ich scheinbar plötzlich etwas zu Essen in der Hand halte, ohne Hunger zu haben. Oft gelingt es mir, es dann sogar wieder weg zu legen, wenn ich mich selbst hinterfrage und überlege, ob das jetzt wirklich das ist, was mein Körper benötigt.

Emotionales Essen ausbremsen

Über die Jahre habe ich eine tolle Strategie erlernt, wie ich genau hinterfragen kann was mit mir los ist und ich das Essen stoppen kann. Vielleicht hast du auch schon mal von dem inneren Kind gehört? Ich habe nach und nach festgestellt, welche wenigen Anteile in unserer Psyche maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass wir emotional essen. Wir haben täglich mit vielen Herausforderungen zu kämpfen und manchmal scheint es so, als ob da ganz viele verschiedene Sachen zusammenkommen, die man gar nicht so schnell fassen kann. Das ist ganz normal, aber wenn man sich einige Minuten Zeit am Tag nimmt, um in sich hineinzuhören, kann man aktiv etwas für sich tun und somit auf das Essverhalten übertragen.

Da ich weiß, dass viele Frauen Probleme mit dem emotionalen Essen und Fressanfällen haben, habe ich mir überlegt einen Online-Live-Abend zu veranstalten, bei dem ich dir erkläre, wie du Kontakt mit deinem inneren Kind und damit deinen Emotionen und wirklichen Auslösern für emotionales Essen auf dem Grund gehen kannst. Mit dieser Methode kannst du es schaffen endlich von Essanfällen loszukommen und vor allem glücklicher und zufriedener durch’s Leben zu gehen. Immerhin sind es ja ganz klare wichtige Signale, die unser Körper uns sendet und auf die wir eingehen sollten, ohne sie zu versuchen im Essen zu ertränken!

Im Online Live Abend kannst du mir Fragen stellen und direkt mitarbeiten. Ich habe die Methode aus der Schematherapie übernommen und so angepasst, dass sie auch ohne psychologische Kenntnisse ganz einfach im Alltag umsetzbar ist! Du wirst nach dem Live Abend eine klare Methode an der Hand haben, um dein Essverhalten zu verändern 🙂

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Hast du Fragen oder benötigst Hilfe? Melde dich gern per EMail bei mir unter kontakt@starkundgluecklich.de oder melde dich auf Instagram oder Facebook 🙂

Deine Pauline

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