Warum Perfektion dich kaputt macht.

Kennst du den Druck, etwas bis ins Detail ausarbeiten zu wollen? Den inneren Anspruch etwas perfekt zu machen? Manchmal schiebt man aus diesen Gründen Aufgaben oder Ziele immer wieder vor sich her. Was ist oft die Folge? Wir sind noch unzufriedener, noch mehr unter Druck und fragen uns, ob es nun so endlich perfekt ist…

Wann ist man Perfektionist?

Das Wort Perfektionist hätte ich mir wohl niemals selbst zugeschrieben. Ich bin eher ein kleiner Chaot und gern auch mal spontan und frei raus. Irgendwie hat das auch was mit Mut zu tun, einfach mal zu machen und darauf zu vertrauen, das es schon werden wird. In letzter Zeit habe ich jedoch auch meine perfektionistische Seite an mir entdeckt. Da geht es los mit diesem Blog – bei dem ich mehrere Artikel begonnen habe zu schreiben, sie jedoch wieder verworfen habe. Ich dachte einfach, dass es so nicht geht. Blogs waren bisher nicht wirklich meine Stärke und in letzter Zeit habe ich unglaublich viele kreative Wörter in mein eBook gepackt, dass mir für diese Schreibarbeit hier ein bisschen die Muße fehlte. Trotzdem schreibe ich grundsätzlich sehr gern. Ich rede aber auch ebenso gern. Ich liebe es Videos zu drehen und auch bei Sprachnachrichten erwische ich mich regelmäßig auch mal die zehn Minuten-Marke zu knacken.
Jedenfalls ist es so, dass ich in letzter Zeit Dinge nicht umgesetzt habe, aus Bedenken es nicht perfekt genug zu machen. Ja, auch mir passiert das.

Vielleicht ist die Sache mit dem Perfektionismus auch so vielfältig wie unsere Interessen. Sicherlich kennst du verschiedene Situationen in deinem Leben, in denen du unterschiedliche Ansprüche und Vorstellungen hast. Trotzdem glaube ich, dass es in ganz vielen Vorhaben keine Notwendigkeit gibt, bis aufs letzte die ganze Energie für Perfektionismus zu investieren, den es doch irgendwie gar nicht gibt.

Es gibt kein “perfekt”

Auf Instagram und Facebook stelle ich regelmäßig klar, dass Perfektion nicht existiert. Perfektion ist subjektiv – es ist eine ganz individuelle Wahrnehmung, die sich aus persönlichen Erfahrungen und “Vorlieben” speist. Übertragen wir dies nun vom Thema Schönheitsideale auf unsere Ziele und täglichen Herausforderungen in Job, Hobby oder Alltag. Ich glaube, auch da ist Perfektion fehl am Platz und hemmt uns einfach nur, uns zu entfalten.

Ob mein neuer Blogeintrag nun perfekt ist entscheide nicht nur ich. Das entscheidest du und all die anderen, die das hier lesen werden ganz individuell. Der ein oder andere wird wahrscheinlich gar nicht bis hier her gelesen haben, weil er schon bei den ersten Zeilen das Interesse verloren hat. Und weißt du was? Das ist okay. Es ist okay, dass ich es nicht jedem Recht machen kann. Das ist schlicht und einfach nicht möglich.  Und wenn ich nun weiter denke, z.B. an mein eBook zum Thema Selbstliebe, was ich aktuell schreibe. Auch da werde ich es einfach niemals perfekt machen. Schon jetzt merke ich, je öfter ich die bereits fertigen Teile lese, desto öfter fallen mir neue Ideen ein, die ich ändern könnte. Aber irgendwann muss ich mal einen Schlussstrich ziehen. Da muss ich mir klar vor Augen führen, dass es keinen Sinn macht immer und immer weiter zu ändern. Die Perfektion macht mich sonst noch kaputt.

Raus aus der Komfortzone

Von der Perfektion Abstand zu nehmen und den Mut zu haben, die Dinge einfach mal umzusetzen – egal um welche Dinge es sich da handelt, ist manchmal ebenso schwer wie zu akzeptieren, dass unser Körper und unsere Figur genau so gut ist, wie ist ist. Jetzt in diesem Moment. Niemals werden wir es allen Recht machen können. Niemals wird es für alle perfekt sein. Niemals wird es eine einheitliche Meinung von dem perfekten Körper geben. Ebenso nicht von dem perfekten Blogeintrag, dem perfekten Buch oder dem perfekten -bitte hier deine Idee einfügen- ! 🙂

Am Ende ist der Drang nach Perfektion nur wieder ein persönlicher Anspruch, der nur in unserem Kopf existiert. Lasst uns gemeinsam diese Gedanken voller Druck und unrealistischen Ansprüchen einfach mal beiseite schieben. Einfach mal machen, an uns glauben und es umsetzen. So kommen wir einige Male schneller als Ziel, können stolz sein und falls uns doch ein Fehler auffällt, diesen immer noch verbessern oder eben daraus lernen. Sehen wir es als Chance, als neue Möglichkeit aus unserer Komfortzone zu gehen und uns zu entwickeln.

Perfektion kann uns sonst vielleicht sogar kaputt machen. Zu viel Druck hemmt die Kreativität und macht uns Stress.
Sei offen und probiere es mal aus! Du wirst sehen, es klappt auch ohne diesen Druck ganz gut.

Bist du ein Perfektionist? Kennst du Situationen, in denen du alles noch besser machen möchtest?

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